Hormone – Wechseljahre

Die Wechseljahre läuten die dritte Lebensphase einer Frau (Postmenopause) ein. Mit dem Begriff Wechseljahre wird die Zeitspanne der hormonellen Umstellung einer Frau vor und nach der letzten Menstruation bezeichnet. Der in dieser Zeit einsetzende Verlust an Östrogenen verursacht die typischen Wechseljahresbeschwerden: Diese treten in unterschiedlicher Zusammensetzung und Intensität auf. Typische Symptome sind:
– Hitzewallungen
– nächtliche Schweißausbrüche (fliehende Hitze)
– seelische Verstimmungen

Langfristige Veränderungen in der Postmenopause sind:
– Faltenbildung der Haut
– Haarausfall
– Rückbildungserscheinigungen an Harn- und Geschlechtsorganen
– Abnahme der Knochendichte
– Anstieg der Blutfettwerte und von Gefäßerkrankungen (Herzinfarkt, Schlaganfall)

Während man bis noch vor einigen Jahren durch die großzügige Verabreichung von Hormonen meinte, diese nachteiligen Effekte verhindern bzw. ausgleichen zu können, so ist man heute zu einer differenzierteren Betrachtung einer Hormonersatzbehandlung (Hormone Replacement Therapy – HRT) gekommen. Jüngste Ergebnisse der WHI (Women´s Health Initiative) Studie zeigten:
– Bis auf Linderung von Hitzewallungen und nächtlichem Schwitzen bei Frauen in der Gruppe 50-54 Jahre hatte die HRT für die meisten Frauen keine nennenswerten Auswirkungen
– Unter einer HRT steigt das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, eine Thrombose und für Brustkrebs geringfügig, aber statistisch nachweisbar an: Etwa jede hunderste Frau, die länger als 5 Jahre ein HRT betreibt, ist von einer schwerwiegenden Nebenwirkung betroffen. Deswegen wird heute eine HRT nur noch bei starken Wechseljahresbeschwerden empfohlen, die nicht anders behandelt werden können (Beginn mit niederiger Östrogendosis, Steigerung bis hin zum gewünschten Effekt)

Diese Erkenntnisse waren für die Medizin ein wichtiger Grund, nach Alternativen in der Behandlung von Wechseljahresbeschwerden zu suchen und die Indikation zu den verschiedenen Verfahren individuell und feindifferenziert zu stellen.

Wir begrüßen diese Entwicklung sehr und haben diese neuen Erkenntnisse in die Diagnostik und Therapie von Wechseljahresbeschwerden integriert. 
Dabei bieten wir Ihnen an:

– Eine differenzierte Hormondiagnostik
– Alle moderne Formen der (klassischen) Hormon-Behandlungsverfahren (Tabletten, Pflaster, Gele, Injektionen, Sprays, Vaginaltabletten, Vatginalzäpfchen, Vaginalcremes bis hin zum Horman-VAginalring)
– Alle modernen alternativen Formen der Behandlung von Wechseljahresbeschwerden. Hierzu zählen:
— Pflanzliche Hormone (Phytohormone): Mönchspfeffer (Agnus castus), Traubensilberkerze (Cimicifuga racemosa), Soja, Rotklee, Yamswurzel (Dioscorea villosa)
— Vitamine
— Muskelentspannungsübungen
— Diäten
— Traditionelle Chinesische Medizin – Akupunktur
— Homöopathie

Zusätzlich setzen wir auch auf die Vermittlung von Strategien, wie Sie selbst durch die Anpassung ihres Lebensstils das Ausmaß etwaiger Wechseljahresbeschwerden nachhaltig günstig beeinflussen können. Im Zentrum steht dabei die Förderung köperlicher Aktivität durch gezielte sportmedizinische Verfahren.

Hier ein paar weiterführende Links:

Alternative naturheilkundliche Verfahren zu Hormontherapie
– Brigitte Woman – Streitgespräch "Wechseljahre: Hormontherapie oder lieber nicht?
– Lifeline-Special: Wechseljahre