CT – Computertomographie

Frage: Schadet die Durchführung einer Computertomographie (CT) in der Frühschwangerschaft, wenn man noch nicht weiß, daß man schwanger ist, dem ungeborenen Kind?

Antwort: Nein. In aller Regel können wir Sie an dieser Stelle beruhigen. Gleichwohl sollte eine CT des kleinen Beckens nur bei vitaler Indikation durchgeführt werden, da die CT von allen bildgebenden Verfahren, welche sich des Prinzips ionisierender Strahlen bedienen, allgemein die stärkste Strahlenbelastung aufweist.

Bei der Computertomographie als Form einer computergestützten Schichtbild-Röntgenuntersuchung kommt es zur Exposition der jeweils untersuchten Körperregion gegen ionisierende Strahlen. Prinzipiell ist beim Einsatz von ionisierender Strahlung zu prüfen, ob die diagnostische Fragestellung durch das eingesetzte Verfahren zu beantworten ist. Für die rechtfertigende Begründung (sog. Indikation) ist insbesondere in der Schwangerschaft der Nutzen gegenüber der Strahlenexposition abzuwägen. Zudem sind andere alternative Untersuchungsverfahren ohne Strahlenexposition in dieser Abwägung zu berücksichtigen.

Bei der Bewertung der Strahlenexposition spielen verschiedene Faktoren eine Rolle: So müssen neben der Dosis und Strahlenqualität auch die exponierte Körperregion der Mutter und die Entwicklungsphase des Embryos/Fetus berücksichtigt werden. Die möglichen Gefährdungen des Embryos/Fetus liegen hierbei in der Störung der Organanlage im ersten Drittel der Schwangerschaft und einer theoretisch denkbaren möglichen Förderung einer späteren Krebsentwicklung. Hierbei wird für den Menschen eine kritische Dosis von 50 mSv (Milli-Sievert: gewichtete Strahlendosis) am an der Gebärmutter angenommenDiese wird durch die einzelnen Untersuchungen im Rahmen der üblichen radiologischen und auch nuklearmedizinischen Diagnostik im Allgemeinen nicht überschritten. 

So beträgt die sog. effektive Patientendosis bei der Computertomoraphie des Kopfes 2 – 4 mSv und die für den Feten relevante Uterus-Organdosis < 0,01 mSv. Bei einer CT-Untersuchung der Brusthöhle beträgt die sog. effektive Patientendosis 6 – 10 mSv und die für den Feten relevante Uterus-Organdosis <0,03 mSv. Selbst wenn eine Computertomographie der Bauchhöhle in der Frühschwangerschaft durchgeführt, beträgt die sog. effektive Patientendosis 10 – 25 mSv und die für den Feten relevante Uterus-Organdosis bei der Untersuchung des Oberbauches 3 – 12 mSv, bei der Untersuchung des Unterbauches 15 – 40 mSv.