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Neue Risikogene für Brustkrebs und Eierstockkrebs entdeckt | Gynäkologie Darmstadt Anja Busert - Dr. Andrea Rachor

Neue Risikogene für Brustkrebs und Eierstockkrebs entdeckt

by admin ~ Mai 19th, 2013. Filed under: Allgemein, Frauenheilkunde, Gynäkologie, Onkologie.

Die Autorin Andrea Klahre berichtete im April 2013 auf der Internetplattform Medscape Medizin, dass im Rahmen der koordinierten internationalen Forschungstätigkeit des globalen Mega-Projekts Collaborative Oncological Gene-Environment Study (COGS) unlängst eine weitere  Anzahl von Genomvarianten für Mamma-, Ovarial- und Prostatakarzinoma identifiziert werden konnte. Die Ergebnisse wurden in mehr als 12 Studien zeitgleich veröffentlicht, darunter in Nature Genetics. Dabei wurden mit Hilfe eines speziellen Genotypisierungs-Arrays (iCOGS) charakteristische Krebs-assoziierte Genvarianten bzw. Marker (Single Nucleotide Polymorphism, SNP) und Subtypisierungen von mehr als 200.000 Teilnehmern verglichen. Dabei konnten über 80 neue relevante Risikogene für die 3 hormonsensiblen Tumorarten nachgewiesen werden: 49 für Mamma-, 23 für Prostata- sowie 8 für Ovarialkarzinom. Die Zahl der bekannten Risikogene nur für die gynäkologischen Tumore Brust- und Eierstockkrebs hat sich damit mehr als verdoppelt. Somit ist auch das familiäre Risiko für alle 3 Tumoren höher als bislang vermutet. Die nunmehr aktuellen Schätzungen liegen für Brustkrebs bei 28%, für Eierstockkrebs bei 4% und für Prostatakrebs bei 30%.

Die Erkenntnisse liefern nicht nur einen wichtigen Beitrag zum Verständnis der ererbten Anfälligkeit für die drei Krebsarten, sie ermöglichen auch die Entwicklung klinisch relevanter Vorhersagemodelle, die der genetischen Prädisposition der Patienten entsprechen. Insgesamt erhöhen die neuen Genomvarianten die Erkrankungswahrscheinlichkeit nicht um ein Vielfaches wie etwa BRCA 1/2-Mutationen, sondern um jeweils etwa 10-50% (odds ratio 0,1 bis 0,5) – Die neuen Genomvarianten gehen zwar mit relativ geringen Risiken einher, sie sind jedoch viel weiter verbreitet als Mutationen in BRCA1 oder BRCA2: Fast jeder Mensch trägt zumindest einige dieser Varianten. In ihrer Kombination prägen sie dann die individuelle Wahrscheinlichkeit für eine Krebserkrankung, die durch schädliche Umwelt- bzw. Lebensstileinflüsse (Übergewicht, Alkohol, Rauchen) weiter getriggert werden kann. 

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