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Grippeimpfung und Schwangerschaft | Gynäkologie Darmstadt Anja Busert - Dr. Andrea Rachor

Grippeimpfung und Schwangerschaft

by admin ~ April 18th, 2013. Filed under: Allgemein, Geburtshilfe, Perinatalmedizin, Pränatalmedizin.

Grippeerkrankungen mit dem Indluenzavirus verlaufen bei Schwangeren generell häufig verlängert bzw. erschwert. Bei der Influenza-Pandemie im Jahre 2009 durch das Influenza-A-Virus H1N1 ("Schweinegrippe") zeigte sich, daß diese Variante bei Schwangeren sogar besonders schwerwiegende Verläufe auslöste.

In einer unlängst veröffentlichten Untersuchung (Håberg SE et al. Risk of fetal death after pandemic influenza virus infection or vaccination. N Engl J Med 2013; 368 333–40) wurde untersucht, welche Auswirkungen eine Impfung gegen Grippe (Influenza) in der Schwangerschaft auf Mutter und ungeborenes Kind haben. Hierbei zeigte sich, daß die aus der Zeit vor der Schweinegrippeepidemie 2009 mit dem Influenzavirus H1N1 in Deutschland bestehende Zurückhaltung bei der Impfung von werdenden Müttern gegen Influenza NICHT begründet war:

Die Impfung senkte das Risiko einer Influenza substanziell. Bei Schwangeren, die klinisch an einer Influenza erkrankt waren, war das Risiko eines fetalen Todesfalls fast verdoppelt (Hazard Ratio [HR]: 1,91). Das Risiko eines fetalen Todesfalls bei den Schwangeren mit Impfung war dagegen kleiner (HR: 0,88) als das statistische Basisrisiko. Die Autoren schließen aus ihren Daten, dass bei dem bekannten Risiko, welches durch eine mütterliche Influenza hervorgerufen wird, die Impfung von Schwangeren während einer Influenzapandemie keinen Schaden verursacht und möglicherweise dem Feten direkt nutzt. Sie sehen deshalb keinen Grund, die Impfung Schwangeren im zweiten oder dritten Trimester vorzuenthalten.

Diesen nunmehr wissenschaftlich belegten Erkenntnissen hat man behörlicherseits in Deutschland bereits Rechnung getragen: Seit 2010 ist laut Ständiger Impfkommission – STIKO eine Impfung von Schwangeren gegen Influenza sogar ausdrücklich angeraten. Empfohlen wird dabei die Impfung gegen jahreszeitliche Influenza – hier sind mittlerweile auch Antigene gegen das Influenza-A-Virus H1N1 beigefügt – im zweiten Schwangerschaftsdrittel, bei erhöhter gesundheilticher Gefährdung aufgrund eines Grundleidens wie Asthma oder Diabetes sogar bereits im ersten Schwangerschaftsdrittel (Epidemiologisches Bulletin 31/2010). Die Sinnhaftigkeit dieser Empfehlung wird dadurch unterstrichen, daß nur durch die Impfung der Mütter in der Schwangerschaft den Neugeborenen ein Influenzaschutz vermittelt wird, da die jungen Säuglinge zunächst noch nicht gegen Influenza geimpft werden können.

Hier kommen Sie zu den aktuellen Empfehlungen der ständigen Impfkommission.

Hier gelangen Sie zu der Impf-Informationsseite der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

 

 

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