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Intimrasur Frauenarztpraxis Darmstadt A. Busert Dr. Rachor | Gynäkologie Darmstadt Anja Busert - Dr. Andrea Rachor

Risiken der Intimrasur

by admin ~ Dezember 5th, 2012. Filed under: Allgemein, Frauenheilkunde.

In den letzten 20 Jahren ist ein zunehmender Trend hin zur Entfernung der Schamhaare in den westlichen industrienationen als Gesundheits- oder auch Lifestyle-Phänomen zu beobachten. Immer wieder stellen sich Frauen mit Komplikationen, welche auf die Entfernung der Schamhaare zurückzuführen sind, in gynäkologischen und urologischen Praxen vor: Jetzt sind zur Objektivierung diese empirischen Beobachtung Urologen der University of California, San Francisco, den bisher wenig erforschten traumatischen Folgen der Intimrasur nachgegangen (Quelle: Glass AS et al. Pubic Hair Grooming Injuries Presenting to U.S. Emergency Departments. Urology 2012; 80: 1187–91).

Bis zu 78% der Männer und 88% der Frauen rasieren sich laut Ergebnissen von Umfragen teilweise oder vollständig die Schamhaare. Benutzt werden hierzu Nass- und Trockenrasierer, Haarschneidemaschinen, Scheren und heißes Wachs. Wenngleich für die Haarentfernung geeignet, sind diese Instrumente – angewandt in der Urogenitalregion – aber nicht immer frei von Risiken und Komplikationen.

Hiernach ereigneten sich in den Jahren 2002 bis 2010 USA-weit 11.704 Verletzungen, die mit dem Entfernen von Schamhaaren in Verbindung standen. Das waren 3% aller Verletzungen im Urogenitalbereich. Dabei verfünffachte sich die Zahl der jährlich registrierten Zwischenfälle während des untersuchten Zeitraums. 56,7% der verunfallten Genitalrasierten waren Frauen. Das Gros der Fälle betraf jüngere Leute (19–45 Jahre). 2,9% der verletzten Männer waren älter als 65, Frauen in dieser Altersgruppe blieben von Rasierunfällen verschont.

Am häufigsten hatten Nassrasierer nicht nur die Haare entfernt (81,9% aller Fälle). Demgemäß überwogen Schnittverletzungen, meist leichtere Hautabschürfungen. Selbstbeschneidung beim Schereneinsatz wurde ebenfalls registriert. Auf Abrasionen bis hin zur Abrissamputation entfielen 10,4% der Verletzungsdiagnosen bei Männern. Todesfälle waren keine zu verzeichnen. Allerdings hatten Intimrasuren schon bakterielle Blutvergiftungen zur Folge.

Fazit: Die Intimrasur ist nicht risikofrei – sie kann in seltenen Fällen zu schweren Komplikationen führen.

 

2 Responses to Risiken der Intimrasur

  1. W. Albrecht

    Interessante Infos, was aber empfehlen Sie den Patienten, die zu Ihnen kommen? Die Rasur in der Gynpraxis durchführen lassen?

  2. admin

    Einen bewussteren Umgang mit diesem sehr verbreiteten Phänomen – getreu dem Motto „Quidquid agis, prudenter agas, et respice finem“

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